Die Prüfungsstelle für Geschäftsbriefe in Berlin hatte ihren Sitz im Postamt Berlin O17, dem Schlesischen Bahnhof. Dort war auch die Überwachungsstelle für Briefe in Berlin untergebracht.

Die Prüfungsstelle für Geschäftsbriefe bot ortsansässigen Firmen die Gelegenheit ihre geschäftliche Korrespondenz ins befreundete oder neutrale Ausland, sowie in die Grenzzonen oder nach Elsass-Lothringen geschlossen aufliefern zu können.

Der erste bekannte Beleg in meinem Archiv stammt vom 4. August 1914. Bis einschließlich 13.August 1914 wurden alle Briefe auf der Rückseite mit Siegellack und dem Petschaft des Postamts Berlin O17 verschlossen.

Brief der Deutschen Bank aus Berlin W8 aufgegeben in Berlin O17 nach Biala(Galizien) vom 13. August 1914

Rückseite mit Lacksiegel des Postamts Berlin O17 und der Unterschrift der Überwachungsoffiziers Krüger